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Waendepunkt Blog

Das habe ich mich mehr als einmal gefragt, als mich phasenweise Wut, Stress und Erschöpfung übermannt haben. Neben Wallungen, Gewichtsveränderung, Schlaflosigkeit und Stimmungsschwankungen kamen auch noch ein Todesfall, die Pandemie und Schulkrisen unserer Kinder dazu. Immer wieder habe ich mir gewünscht, ich wäre ein Murmeltier und könnte für ein paar Monate oder Jahre verschwinden, um erst wieder rauszukommen, wenn der 'Spuk' vorbei ist. Und ich habe mich gefragt: "Hört das jemals wieder auf? Ist das der Sinn des Lebens?"

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Sind wir ehrlich, die Wechseljahre sind das eine, aber das, was uns wirklich herausfordert, ist all das, was noch obendrauf kommt! Der Alltag mit Job, Kindern, Haushalt, Krankheiten, Unfällen oder Verlusten. Das ist meistens mehr als zu viel und diese Phasen bräuchten besonders viel Achtsamkeit. Doch genau DAS fehlt uns aus Mangel an Zeit und Energie im Alltag meistens. 

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In diesem Blogbeitrag erfährst Du:

Warum fühle ich mich in den Wechseljahren so überfordert?
Bin ich eine schlechte Mutter oder drehe ich langsam durch?
Was hilft bei Überforderung in den Wechseljahren?
Wann ist Unterstützung sinnvoll?

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Warum fühle ich mich in den Wechseljahren so überfordert?

Überforderung in den Wechseljahren entsteht, weil hormonelle Schwankungen die Strukturen im Gehirn verändern, während die Anforderungen im Alltag gleich bleiben oder sogar steigen. 

Östrogen wirkt stabilisierend auf Stimmung, Schlaf und Stressresistenz. Sinkt oder schwankt dieses, reagiert das Nervensystem empfindlicher. Reize, die früher verkraftbar waren, fühlen sich plötzlich überwältigend an. Gleichzeitig befinden sich viele Frauen in einer Lebensphase mit grossen Veränderungen: Berufswahl oder Auszug der Kinder, die Beziehung, die ihre besten Jahre gefühlt hinter sich hat, der Beruf, der nach Sinn und Veränderung ruft und/oder die Eltern, deren Tod und Gebrechen in den Fokus gerät.

Aussage einer Frau aus meinen Begleitungen:
„Früher war der volle Haushalt stressig, heute bringt mich ein umgekipptes Glas zum Weinen.“

Überforderung ist oft ein körperliches Warnsignal, kein persönliches Versagen.

Wenn du verstehst, warum dein System gerade anders reagiert, entsteht Entlastung, denn Verständnis ist der erste Schritt zurück in die Stabilität.

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Bin ich eine schlechte Mutter oder drehe ich langsam durch?

Viele Frauen glauben, sie seien schlechte Mütter, wenn sich sich überfordert fühlen. Tatsächlich verliert ihr Nervensystem immer wieder die Fähigkeit zur Selbstregulation.
Das fühlt sich bedrohlich und falsch an, ist aber kein Grund zu verzweifeln.

Dauerstress, Schlafmangel und hormonelle Veränderungen führen dazu, dass die emotionale Belastbarkeit schwächer wird. Gedanken kreisen schneller, Reaktionen werden heftiger. 
Das hat nichts mit „nicht geeignet sein als Mutter“ zu tun.

Beispiel:
Eine Frau googelt nachts: „Bin ich eine gute Mutter?“ nicht weil sie ihr Kind nicht liebt, sondern weil sie sich selbst nicht wieder erkennt.

Denk daran:
Du bist nicht eine schlechte Mutter oder weniger wert 
→ dein neurales Netzwerk verdrahtet sich im Wandel neu und dein Nervensystem versucht Dich zu schützen.

Meine eigene Erfahrung:
Als ob meine Wut und die Wechseljahrsymptome nicht genug wären, bekam ich mitten in all dem Chaos auch noch eine heftige Urtikaria (Nesselfieber). Auf diese Weise hat mein Körper versucht den Stress sichtbar zu machen und auszugleichen. 

Unsere Reaktionen, egal ob körperlich oder mental, sagen aber nichts über unsere Fähigkeiten aus, sondern über unseren Erschöpfungsgrad. 

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Was hilft bei Überforderung in den Wechseljahren?

Weniger Ablenkung, mehr Ruhe.
Oft versuchen wir Frauen mit noch mehr Strategien die Überforderung in den Griff zu bekommen. Anstatt sich Ruhe zu gönnen, übernehmen wir noch mehr Aufgaben oder lenken uns mit Dingen ab, die das Nervensystem zusätzlich belasten. Scrollen in den Sozialen Medien zum Beispiel erzeugt eine zusätzliche Überstimmulation im Gehirn. Was sich als harmlos und erholsam anfühlt, ist für Körper und Psyche eine zusätzliche Belastung, sowohl für unser Nervensystem, als auch für die Qualität unseres Schlafes.

Hilfreich sind:
Prioritäten- und Rollenklärung, Pausen, Auszeiten, Abgrenzung gegenüber Menschen, die uns aussaugen und das Auflösen von Schuld- und Versagensgedanken.

Ich habe Dir 33 Notfall-Impulse zur Beruhigung des Nervensystems zusammengestellt. Die meisten davon habe ich selbst ausprobiert. Sie helfen im Alltag wieder 'runter' zu kommen. Veränderung beginnt innen, auch wenn aussen nicht alles sofort anders wird.

Beispiel:
Eine Frau kam ins Coaching und suchte nach einer Strategie, wie sie ihren Alltag besser unter einen Hut kann. Im Laufe der Begleitung erkannte sie ihre inneren Antreiber, die ihr 'verboten' haben, Pausen zu machen. In der Folge fiel es ihr leichter nein zu sagen und die Rollenverteilung mit ihrem Partner neu zu sortieren. Dadurch gewann sie nicht nur mehr Energie, sondern auch mehr Selbstvertrauen in ihre Selbstwirksamkeit.

Du brauchst keine neue Version von Dir selbst,
sondern mehr Raum für das,
was Dich daran hindert zur Ruhe zu kommen.

Wirksam sind nicht neue Strategien, die dich zusätzlich unter Druck setzten, sondern eine innere Haltung, die Dir erlaubt, Dinge abzugeben, nein zu sagen und Pausen zu machen.

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Wann ist Unterstützung sinnvoll?

Wenn du merkst, dass du allein nicht mehr zur Ruhe kommst, ist Unterstützung kein Luxus, sondern Selbstfürsorge. Als Mentalcoach unterstütze ich Dich, innere Ordnung zu finden und neue Blickwinkel zu öffnen.

Mentalcoaching ist keine Therapie, sondern eine ressourcenorientierte Begleitung, die Dich unterstützt,  wieder in Kontakt mit Dir selbst zu kommen. Jeder Mensch hat eine innere Quelle, die genährt wird durch Selbstfürsorge, Selbstliebe und Selbstvertrauen.

Mein Beispiel:
Ich habe mir früher selten erlaubt Pausen zu machen, wenn ich viel um die Ohren hatte. Zudem fühlte ich mich für alles und jeden verantwortlich. Und ich habe stunden- und tagelang über die Vergangenheit und die Zukunft gegrübelt. Indem ich mir Hilfe geholt habe, konnte meine Situationen rundherum nicht sofort ändern, aber meine innere Haltung und meinen Blick darauf. Ich habe meine inneren Antreiber erkannt und neue Wege und Möglichkeiten gefunden, um meinen Alltag gelassener zu gestalten, auch wenn im Aussen scheinbar alles tobt.

Manchmal braucht Überforderung einen neuen Blickwinkel - keine weitere Strategie.

Begleitung schafft Halt, bis du ihn wieder selbst spürst

Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkennst und spürst, dass es so nicht weitergehen kann, dann lade ich Dich herzlich ein, Unterstützung anzunehmen.

In einem geschützten Rahmen schauen wir gemeinsam, was Dich gerade herausfordert. Als Mentalcoach begleite ich Dich dabei, deine inneren Achterbahnen zu ordnen, damit Du dich nicht länger ausgeliefert fühlst, sondern Schritt für Schritt zurück in deine eigene Kraft findest. Nicht durch „Zusammenreissen“, sondern durch mentale Entlastung, emotionale Klarheit und alltagstaugliche Schritte.

💛 Du musst da nicht alleine durch und Du musst auch nicht durchhalten.💛

Ich bin da, wenn Du selber nicht weiterkommst.

Herzlich Paula
NATUR- und MUTMACH COACH
Für Frauen im Wandel

www.waendepunkt.ch

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Gerne empfehle ich Dir mein liebevoll erstelltes PDF
33 NOTFALL-IMPULSE FÜR STURMZEITEN

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ZUSAMMENFASSUNG

Überforderung in den Wechseljahren ist kein persönliches Versagen,
sondern das Ergebnis von 
hormonellen Veränderungen, Dauerbelastung und fehlender Haltung gegenüber Pausen und Hilfe
.

Die Psyche reagiert, bevor der Körper zusammenbricht:
Reizbarkeit, Wut, Erschöpfung und Rückzug sind Warnsignale, keine Charakterschwächen.

Innehalten bringt Entlastung,
selbst wenn sich die äusseren Umstände nicht sofort ändern.

Hilfe annehmen ist kein Akt von Schwäche,
sondern Selbstfürsorge für dich und dein Umfeld. In dem Du Hilfe annimmst, spiegelst Du deinen Kindern, dass Pausen okay sind.
 

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Zur 1:1 Begleitung
33 Notfall-Impulse für den Alltag

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Quellenverzeichnis
2/19/2026 No Liebe Worte

Viele Frauen glauben, die Wechseljahre beginnen irgendwann „um die fünfzig“. 
Die Realität sieht meistens anders aus.

Die Wechseljahre sind kein Ereignis, sondern ein Prozess. Ein innerer Übergang, der sich nicht an Kalender, sondern an gelebtes Leben hält. Und sie beginnen oft viel früher, als die Meisten denken.

In diesem Blogbeitrag erfährst Du
Wann und wie beginnen die Wechseljahre?
Welche Phasen gibt es in den Wechseljahren?
Welche Rolle spielt die Seele in den Wechseljahren?
Warum ist es hilfreich zu wissen, wann die Wechseljahre beginnen?

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Beginn Wechseljahre:
Der unsichtbare Anfang - Die Prämenopause

Zyklisch gesehen beginnen die Wechseljahre mit der Prämenopause. Sie kann bereits ab Mitte/Ende 30 oder Anfang 40 einsetzen, lange bevor wir sie so nennen würden.

Diese Phase beginnt entweder
natürlich
vorzeitig- durch Stress, Trauer oder Ernährungsmangel
oder abrupt - durch chirurgische Eingriffe, Unterbindung der Eileiter, Medikamente oder Chemotherapie

In dieser Phase verändern sich die Hormonspiegel langsam, manchmal kaum merklich, manchmal spürbar wie ein inneres Ziehen. Der Zyklus wird unregelmäßiger, kürzer oder länger, die Blutung stärker oder schwächer. Alles fühlt sich „anders“ an.  Nach Schockerlebnissen wie einem Todesfall oder einer Trennung kann der Zyklus zeitweise oder für immer ganz ausfallen.

Viele Frauen erleben in dieser Zeit:
○ stärkere PMS-Beschwerden
○ Schlafprobleme trotz Müdigkeit
○ emotionale Schwankungen oder Reizbarkeit
○ das Gefühl, schneller erschöpft zu sein
○ eine neue Sensibilität für Stress
○ und erste Fragen nach Sinn und Bedeutsamkeit

Oft werden diese Signale dem Alltag zugeschrieben: zu viel Verantwortung, zu wenig Pausen, Lebensphasen halt. Und ja, all das spielt hinein. Doch der Körper beginnt bereits, etwas Neues einzuleiten.

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Die vier Phasen der Wechseljahre

Die Prämenopause: 
die erste Phase mit ersten Anzeichen (siehe Abschnitt oben)

Die Perimenopause: 
Die Phase bis zur letzten Menstruation. Sie dauert mehrere Monate bis Jahre. Die Hormone schwanken stark, vor allem das Östrogen. Hitzewallungen, starkes Schwitzen (auch nachts) Schlafprobleme, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Herzrasen, Schwindelgefühle, Depressive Verstimmungen, Trockene Haut, trockene Schleimhäute mit Juckreiz, Libidoverlust und häufiger Harndrang können diese Phase begleiten.

Die Menopause:
Der Zeitpunkt, 12 Monate nach der letzten Blutung 

Die Postmenopause:
Die Phase ab der Menopause. Diese dauert mehrere Monate bis Jahre. Das Östrogen bleibt dauerhaft tief. Mögliche körperliche Veränderungen nach der Menopause können trockene Haut, Faltenbildung, brüchige Nägel, dünnere Haare, Schlafstörungen, Erschöpfung Nachlassende Muskelkraft, Rückenschmerzen, zunehmende Knochenschwäche (Osteoporose), steigendes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes sein.

Wichtig ist: Die Menopause ist ein Moment. Die Wechseljahre sind ein Weg.
Und dieser Weg verläuft nicht linear. Es gibt Monate voller Klarheit und Energie und andere, in denen sich alles fragil anfühlt. Körper, Emotionen und Identität sind gleichzeitig im Wandel.

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Welche Rolle spielt die Seele in den Wechseljahren?

Die Wechseljahre betreffen nicht nur den Körper. Sie berühren das Selbstbild, die Seele und die Rollen, die wir inne haben. Muttersein, Fürsorge, Leistung, Anpassung. Wenn äussere Sicherheiten (Zyklus, Leistungsfähigkeit, Rollenbilder) sich verändern, sucht die Seele nach einer Neuorientierung. Gefühle wie Traurigkeit, Wut oder Leere sind oft Ausdruck dieses inneren Neuordnens. Das ist kein Rückschritt, sondern ein Ruf nach Ehrlichkeit und Authentizität.

Nicht selten tauchen Fragen auf wie:
○ Wer bin ich denn noch, wenn ich nicht mehr ständig funktioniere?
○ Was ist wirklich meins, jenseits von Halten, Geben und Erwartungen?
○ Was ist der Sinn des Lebens?

Diese Fragen sind kein Zeichen von Krise, sie sind Ausdruck von Reifung. Wer diese Fragen ernst nimmt, erlebt die Wechseljahre weniger als Krise und mehr als Wandlungsprozess.

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Warum das Wissen um den Beginn so heilsam ist

Zu wissen, dass die Wechseljahre früh beginnen können, verändert den Blick und schafft Sicherheit. Symptome werden nicht länger als persönliches Versagen gelesen, sondern als Einladung zur Neuorientierung. Der Körper wird wieder zum Verbündeten, nicht als Problem, das repariert werden muss, sondern als kluge Instanz, die den nächsten Lebensabschnitt vorbereitet.

Lass Dich nicht irritieren von Kommentaren wie:
"Was? Wechseljahre? Dafür bist Du doch noch viel zu jung."

Die Wechseljahre beginnen oft in dem Moment, in dem du spürst: Irgend etwas hat sich verändert.  Vielleicht dann, wenn dein Körper und deine innere Stimme klarer werden. Wenn Du spürst, so wie bisher geht es nicht mehr weiter.

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Die Wechseljahre sind kein Ende. Sie sind ein Wendepunkt.

Und wie jeder Übergang verdienen sie Zeit, Wissen, Mitgefühl und einen liebevollen Blick auf das große Ganze. Ich hätte mir rückblickend gewünscht, ich hätte mehr über die Wechseljahre gewusst, denn sie haben sich für mich rückblickend als spannender Übergang entpuppt. Und ich hätte vieles leichter genommen, wenn ich mehr darüber gewusst hätte. Über die Wut zum Beispiel, die mich immer wieder übermannt hat. Oder warum man sich in den Wechseljahren oft überfordert fühlt. Und warum man einen Bauch bekommt, der aussieht wie schwanger. 

Ich bin da, wenn Du moralisch oder mental Unterstützung brauchst. Wenn Dich Gefühle immer wieder übermannen. Oder wenn Dich die grossen Fragen des Lebens nachts wachen halten. 

Mehr zu meinen Angeboten und Ausbildungen findest Du auf meiner Website.

Herzlich Paula 
NATUR- und MUTMACH COACH
Für Frauen im Wandel

Quellenverzeichnis
2/15/2026 No Liebe Worte
Den ersten Aha-Effekt zu People Pleasing hatte ich während meiner Ausbildung. Ich erinnere mich an einen Kurstag, an dem ein Dozent den Begriff erwähnte. Tief in mir drin wurde damals ein wunder Punkt angestupst. Ohne genau zu wissen, was er damit meint, wusste ich instinktiv: Ich gehöre dazu.  

Typische Verhaltensweisen von People Pleasing sind:

Schlecht nein sagen können. Konflikte und Auseinandersetzungen vermeiden. Sich zu wenig gesehen fühlen. Oder sich oft oder ständig für Dinge entschuldigen, die man selber gar nicht gemacht hat. - 
All diese Punkte haben mich jahrelang selbst begleitet, ohne das ich mir bewusst war, welche Muster innerlich im Autopilot ablaufen. 


In diesem Blogbeitrag erfährst Du

Welches Buch mir die Augen geöffnet hat
Wie ich als People Pleaserin war
Wie ich mich selbst sabotiert habe
Wie People Pleasing entsteht
Was passiert, wenn man sich immer anpasst
Und wie ich wieder zu meinen Werten und Bedürfnissen fand

Bei meinen Recherchen stiess ich auf das Buch von Dr. Ulrike Bossmann. Sie ist Psychologin, Coach für positive Psychologie und systemische Therapeutin. Ich erkannte mich beim Lesen ihres Buches ab der ersten Seite wieder. Und ich gehörte definitiv auch zu der Gruppe, die sie  beschreibt: Menschen (engl. People), die alles dafür tun, um andern zu gefallen (engl. Please).

Es war ein sonderbares Gefühl, schwarz auf weiss zu lesen, welche Verhaltensweisen dazu gehören und dass ich sie fast alle erfüllte. Aber das Buch half mir, die Entstehung von People Pleasing besser zu verstehen und nach und nach aufzulösen. 

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Wer war ich als People Pleaserin?

All dies habe ich erst durch das Buch und meine Ausbildung realisiert.
Ich war fast mein ganzes bisheriges Leben unbewusst eine angepasste Perfektionistin und habe meine Werte oder Bedürfnisse meistens unterdrückt, um nicht anzuecken. Nach aussen gab ich die kreativ talentierte Optimistin. Innen drin hatte ich unglaubliche Angst vor Kritik und vermied Konflikte wo es nur ging. Ich war extrem harmoniebedürftig. Ich sorgte mich um andere mehr als mich selbst und fühlte mich verantwortlich für das Glück von Freundinnen und meinen Kindern. Und ich versuchte ständig eine "gute" Vorgesetzte, Ehefrau, Mutter, Schwester, Freundin und Zeitgenossin zu sein. Dieses Verhalten gab mir Sicherheit und diente dazu, keine Angriffsfläche für Kritik zu bieten und meine Harmonie aufrecht zu erhalten. Auf diese Weise tarnte ich meine Unsicherheit, die sich meist in einem unguten Gefühl oder in einem schlechten Gewissen bemerkbar machte. 

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Was meine ich mit selbst sabotieren? 

Im Aussen nahmen mich die meisten Mitmenschen empathisch, liebevoll, zuvorkommend und sympathisch war. In meinem Familienkosmos ging die Angepasstheit oftmals in Frust und Unzufriedenheit über. Denn wenn wir pausenlos unsere Bedürfnisse und Werte untergraben, suchen sich diese anderswo ein Ventil. Entweder wir werden ernsthaft krank oder wir lassen den ganzen Frust an andern aus. Meine Kinder und mein Mann können ein Lied davon singen, wie oft ich aus der Haut gefahren bin wegen scheinbaren Kleinigkeiten. Und ich getraute mich lange nicht, meine Bedürfnisse zu kommunizieren, weil ich in einem alten Frauen- und Mütterbild gefangen war.
Die Ausbildung, die Coachings und das Buch haben mich persönlich unterstützt, nach und nach all die versteckten GLAUBENSSÄTZE loszulassen. Und ich finde es rückblickend unglaublich, dass ich mir nicht bewusst war, was in meinem Autopilot alles ablief. Es hat mich viel Energie gekostet so zu leben. Ich lebte im Glauben, ich müsste zuerst die Bedürfnisse ALLER ANDEREN stillen, damit ich gemocht und wertgeschätzt werde.

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Wie entsteht People Pleasing?

Wenn wir unsere Bedürfnisse stetig jenen von andern Menschen anpassen, aus Angst nicht wertgeschätzt, beachtet oder verletzt zu werden, missachten wir unsere eigenen Werte und Bedürfnisse. Wir fangen an, uns zurückzuhalten, weil wir glauben, andere würden uns nicht mehr lieben, wenn wir für unsere Bedürfnisse einstehen. Wir fangen an, uns noch mehr anzustrengen, aus Angst Fehler zu machen (Perfektionismus). Und wir fangen an, unser Selbst aufzulösen, weil unsere eigenen Träume, Ziele und Wünsche keinen Raum erhalten. In Wendepunkten des Lebens oder in den Wechseljahren, machen sich sabotierte Werte und Bedürfnisse meist verstärkt bemerkbar und zeigen sich in Wut oder Unzufriedenheit.

Viele dieser Muster entstehen in der Kindheit. Zum einen, wenn unsere BEDÜRFNISSE wie Nähe und Verbundenheit nicht gedeckt wurden. Oder wenn unsere Gefühle, Träume und Interessen nicht ernst genommen wurden. Oft sind es so Aussagen wie:

"Jetzt tu nicht so. So schlimm ist das jetzt nicht." • "Sei keine Heulsuse." • "Mach kein Drama." • "Mach keinen Elefanten aus einer Mücke." • "Das ist was für Träumer." • "Trödle nicht rum. Mach mal vorwärts." • "Hänge nicht faul rum." • "Nimm dich nicht so wichtig." welche uns prägen und beeinflussen.

Ulrike Bossmann erwähnt in ihrem Buch auch den geschichtlichen Zusammenhang, da Frauen historisch gesehen darin geübt sind, ihre Bedürfnisse anderen unterzuordnen. (Mehr dazu dann mal in einem anderen Beitrag.)

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Wie ich zu meinen eigenen Werten und Bedürfnissen fand

Als ich meine Ausbildung als Mentalcoach angefangen habe, hatte ich die Vorstellung, dass ich auf diesem Weg lerne, wie ich anderen Menschen das positive Denken näher bringen kann. Damals wusste ich noch nicht, dass Coaching so viel mehr verändern kann. Auf meinem Weg durfte ich nach und nach meine Glaubenssätze loslassen und alte Wunden in meinem Zellgedächtnis heilen.  

Nicht alles, was uns beigebracht wurde,
unterstützt uns auf unserem Weg.

Besonders begeistert mich Emotionalkörper Coaching. Bei dieser Methode fühlt man seinen unguten Gefühle im Körper nach, beobachtet, was auftaucht und lässt die Emotionen nach und nach 'verdampfen', ähnlich wie bei einem Dampfkochtopf. Oft fliessen bei dieser Methode sehr erleichternde Tränen. Manchmal tauchen Bilder, Farben oder Gerüche auf, die einen an etwas erinnern. Das Faszinierende an dieser Methode finde ich die Tatsache, dass man nicht genau wissen muss, wann diese Emotion entstanden ist. Sobald eine belastende Emotion Raum bekommt, kann man sie loslassen. Als Coach begleite ich meine Klientinnen feinfühlig durch dieses 'Verdampfen'.

Ich hatte anfänglich Bedenken mich in der Rolle als Klientin meinen Emotionen zu stellen, weil ich Angst hatte, wenn ich anfange zu weinen, hört es nie mehr auf. Aber das ist nicht so. Eigentlich ist es ähnlich wie in Trauerphasen, da weint man ja auch nicht stunden- und tagelang durch. Und beim Emotionalkörper Coaching fühlt sich im Anschluss alles sehr erleichtert an.  

_________ 💛_______

Hast Du Fragen zu diesem Beitrag?
Schreib mir gerne in die Kommentare oder per E-Mail. Ich freue mich auf ein Feedback. 

Herzliche Grüsse Paula
NATUR- und MUTMACH COACHING
für Frauen und Mamis in Wandlungsprozessen


Quellenverzeichnis


5/09/2025 No Liebe Worte
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ÜBER MICH


Herzlich Willkommen in meinem Waendepunkt Blog. Ich bin Natur- und Mutmachcoach für Frauen in Wandlungsprozessen und ich schreibe hier über die Wechseljahre, Frauenthemen, Lebenskrisen, mentale und körperliche Gesundheit, Lebensübergänge, Rituale und essbare Wild- und Heilkräuter.
Viel Freude beim Mitlesen. 
Herzlich Paula

33 Notfall-Impulse für den Alltag

Notfall-Impulse, Alltagsstress, Inne halten

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