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Waendepunkt Blog

Wut gehört zu den kraftvollsten Emotionen, die wir kennen. In den Wechseljahren tritt sie oft ungefiltert, roh und überraschend auf. Nicht, um Dir zu schaden. sondern um gehört zu werden. Vielleicht hast Du den Blogbeitrag {Woher kommt die Wut in den Wechseljahren} gelesen. Wer versucht, sie zu kontrollieren oder zu unterdrücken, erlebt meist das Gegenteil. Wer jedoch lernt, sie zu wandeln, entdeckt in ihr eine tiefe Quelle von Klarheit und Lebenskraft.
Die folgenden 7 Wege sind Impulse, der Wut nicht auszuweichen, sondern ihr eine neue Richtung zu geben. 

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1 - Die Wut ernst nehmen, ohne sie zu verurteilen
Wut ist kein Fehlverhalten. Sie ist eine Information. Erst wenn sie innerlich anerkannt wird, verliert sie ihre zerstörerische Kraft. Beobachte Dich und die Situation, welche die Wut ausgelöst hat, wie ein Adler aus der Vogelperspektive, ohne die Wut zu bewerten. 

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2 - Den Körper einbeziehen
Wut ist körperliche Energie.
Wo spürst Du deine Wut? Und vor was will sie dich beschützen?
Bewegung, bewusstes Atmen, Schütteln, Tanzen, Gehen oder Dehnen helfen, diese Energie zu regulieren, statt sie im Inneren zu stauen.

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3 - Unerfüllte Bedürfnisse sichtbar machen
Hinter Wut liegt fast immer ein unerfülltes Bedürfnis: nach Ruhe, Respekt, Raum, Unterstützung oder Selbstbestimmung. Wird dieses erkannt, verändert sich die Perspektive. 

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4 - Alte Loyalitäten überprüfen
Viele Frauen halten aus Gewohnheit an Rollen, Erwartungen und Versprechen fest, die längst nicht mehr stimmig sind. Wut entsteht, wenn das Innere sich davon lösen will. 
Ein Beispiel:
Vielleicht hast Du einer Freundin vor langer Zeit versprochen: "Ich bin immer für dich da." Die Frage ist, hast Du aktuell noch die Energie dazu und will sie das überhaupt (noch)? 

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5 - Dem inneren Tempo folgen
Der Körper verlangt in den Wechseljahren nach einem anderen Rhythmus. Wer versucht, im alten Tempo weiterzuleben, erzeugt inneren Widerstand.
Wo verlangt dein Leben nach weniger Hektik? Welche Überzeugung müsstest Du dafür loslassen?

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6 - Ein Wuttagebuch
Schreiben kann Spannungen lösen, bevor sie explodieren. Notiere Dir, welche Bedürfnisse nicht erfüllt sind (Ruhe, Schlaf, Rückzug, Ehrlichkeit dir selbst gegenüber ...) und was Du Dir wünschst, von Dir selbst oder anderen. Oft suchen wir den Grund für unsere Wut bei anderen. Das Schreiben hilft zu erkennen, wo wir uns selbst übergangen haben. 

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7 - Grundbedürfnisse nicht rechtfertigen
Grundbedürfnisse sind kein Luxus. Sie sind eine Notwendigkeit. Wer seine existenziellen Bedürfnisse ständig begründet oder verteidigt, bleibt innerlich im Kampf. Wer seiner Wut zuhört, ohne sich von ihr beherrschen zu lassen, entdeckt etwas Wertvolles: Eine kraftvolle, klare innere Stimme. die nicht zerstören, sondern etwas wandeln will.
Zu den Grundbedürfnissen gehören Atmung, Wasser, Nahrung, Erholung und Sicherheit.
Erholung ist das, was bei Frauen und Müttern am häufigsten ins Defizit gerät, weil wir denken, sie stehe uns nicht zu oder weil wir sie zu wenig ernst nehmen. Und weil wir Erholung oft in die Kategorie 'Nehmen' stecken und uns geben leichter fällt als nehmen. 
Sicherheit ist etwas, dass an Lebensübergängen, bei Verlusten oder durch politische Unruhe immer wieder auf den Prüfstand gerät. (Ich werde darüber in einem separaten Beitrag noch schreiben.) Falls sich in Dir gerade alles unsicher anfühlt, dann halte bewusst Ausschau nach Dingen, Orten oder Menschen die DIR guttun und die Dir Kraft und Stabilität schenken.  

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Kannst Du etwas damit anfangen?
Lass mich gerne wissen, falls Dir einer oder mehrere dieser Tipps weiterhelfen. Und ich bin da, wenn Dich deine Wut lähmt und erstarrt; wenn Du selber nicht rauskommst. 💛
Herzlich Paula 
NATUR- und MUTMACOACH
für Frauen im Wandel 

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1/19/2026 No Liebe Worte

Wechseljahre, Wut Wechseljahre, Wutausbruch Wechseljahre, Psyche Wechseljahre, Überforderung Wechseljahre, innere Unruhe, Selbstzweifel, Woher kommt die Wut in den Wechseljahren

In diesem Blogbeitrag erfährst Du
Meine eigenen Erfahrungen mit Wut
Warum sich Wut in den Wechseljahren zeigt
Warum Wut nur bedingt mit den Hormonen zusammenhängt
Den Zusammenhang zwischen Wut und nicht befriedigten Bedürfnissen
Der Sinn deiner Wut in den Wechseljahren
Der Umgang mit Wut
Und was mich unterstützt hat

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Wut kommt oft unerwartet - meine eigene Erfahrung


Ein falsches Wort, ein schräger Blick, eine Kleinigkeit, die vergessen ging
und plötzlich ist sie da:
DIE WUT.
Heiss, explosiv und beschämend.

Viele Frauen erleben in den Wechseljahren emotionale Ausbrüche, die sie von sich selbst nicht kennen. Und fast immer folgt darauf die Frage:
Was stimmt nicht mit mir? Woher kommt diese plötzliche Wut?

Auch ich habe sie erlebt, diese Wut. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als sie sich das erste Mal aus den Tiefen meines Bauches ihren Weg bahnte und sich in Sekundenschnelle über meine Liebsten ergoss. Ich sass am Schreibtisch und arbeitete, die Kinder sassen über den Hausaufgaben und blödelten herum. Eine ganz alltägliche Situation und es gab keinen Grund auszuflippen. Doch ich habe in diesem Moment nicht realisiert, dass die Situation halb so schlimm war, denn meine Wut war echt. Ich schrie die Kinder an, sie sollen gefälligst aufhören und endlich ihre verdammten Hausaufgaben machen. Und ich wies meinen Mann in die Schranken, er solle sich gefälligst um die Kinder kümmern. 

Solche Szenen erlebten wir in der Folge immer wieder, denn die Wut und Unzufriedenheit wurden für eine Weile zu meinen stillen Begleitern. Es war, als hätte sich ein Filter über mein Bewusstsein gelegt. Ich begann alles zu hinterfragen. Mich. Meine Ehe. Die Mutterschaft. Meinen Job. Meinen Freundeskreis. Den Sinn meines Daseins. Die Politik. Die Welt. Alles. 

Heute weiss ich, die vielleicht ehrlichste Frage wäre gewesen:
Was will da endlich gehört werden?

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Wechseljahre als Initiation

Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine Schwelle. Eine Einladung, sich selbst und das Leben besser kennenzulernen. Die, Wut, die in dieser Zeit auftaucht, ist kein Zufall von Versagen. 

Wut in den Wechseljahren ist ein Zeichen von Reife und innerer Wahrheit, die nicht mehr bereit ist, sich anzupassen, um geliebt zu werden. Wer den Mut hat hinter die Wutausbrüche zu schauen, entdeckt oft etwas Kostbares:

Eine Frau, die sich selbst wieder ernst nimmt. Eine Stimme, die lange geschwiegen hat. Und Grenzen, die nicht trennen, sondern die sich erweitern und verändern wollen. 

"Der Wendepunkt liegt nicht darin, Wut „in den Griff zu bekommen.
Sondern darin, ihr zuzuhören, bevor sie explodiert."


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Wenn Hormone nicht die ganze Geschichte erzählen

Die hormonellen Veränderungen machen unser Nervensystem sensibler. Doch Wut in den Wechseljahren ist selten nur ein biochemisches Phänomen.

Oft ist die Wut ein Bote. Ein Signal aus der Tiefe unserer Seele, die lange funktioniert, angepasst, getragen und geschluckt hat.

Viele Frauen haben Jahrzehnte damit verbracht, Bedürfnisse hintenanzustellen. Auch ich gehöre zu diesen Frauen, denn ich dachte, ich darf mich nicht zu wichtig nehmen. Zuerst kamen

die Kinder
der Partner
der Haushalt
und der Job.

Dann kam die Pandemie und ich versuchte alle Emotionen und Bedürfnisse im Umfeld abzufangen und auszugleichen. Den Lockdown mit der Erstellung eines Online-Shops, die Verzweiflung des Mannes, in dem ich ihm alles abnahm und die Unsicherheit der Kinder mit Bespassung. Die Wechseljahre wirkten wie ein innerer Wahrheitsverstärker. Das, was früher noch irgendwie klappte, funktionierte plötzlich nicht mehr. Nicht, weil ich als Frau schwächer war, sondern weil innerlich vieles klarer wurde.

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Wenn sich unterdrückte Bedürfnisse und Traumas ihre Weg bahnen

Wutausbrüche sind oft der Ausdruck von:
zu lange ertragenem Zuviel
nie ausgesprochenem Nein
tief vergrabener Erschöpfung und
unerfüllten Bedürfnissen nach Erholung, Anerkennung und Selbstbestimmung.

Die Wut richtet sich in diesen Momenten unbewusst gegen andere. Den Partner, die Kinder, Freunde, Verwandte oder Kolleg:innen. Doch ihr eigentlicher Ursprung liegt tiefer:

Im Übergehen der eigenen Wahrheit und tief vergrabenen Schmerzen.

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Sinn und Würde der Wut

Wut hat einen schlechten Ruf, besonders bei Frauen.
Sie gilt als unweiblich, verletzend, kontrolllos.
Dabei ist sie eine zutiefst schützende Emotion.

Was die Wut eigentlich sagen will, ist:
Bis hierhin und nicht weiter.
Das überschreitet meine Grenze.
Ich bin mir selbst wichtig.

In den Wechseljahren fordert diese Emotion ihren Platz ein, nicht um zu zerstören, sondern um zu ordnen. Sie will nicht unterdrückt, sondern gefühlt und verstanden werden.

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Hilfreiche Fragen können sein:

Wo sage ich Ja, obwohl mein Inneres Nein meint?
Welche Grenze habe ich mir selbst abtrainiert zu spüren?
Was trage ich schon viel zu lange mit mir herum?
Wo verrate ich meine Werte und wofür?

Wenn diese Fragen ehrlich beantwortet werden, verliert die Wut an Kraft. Sie wird zur stillen Begleiterin zu mehr AUTHENTIZITÄT. 

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Was mich unterstützt hat

Heute kann ich über meine Wut schmunzeln. Aber ich erinnere mich, wie oft ich mich geschämt habe nach meinen Ausrastern. Und dass ich phasenweise das Gefühl hatte, ich werde langsam verrückt. Mir haben Gespräche mit Gleichgesinnten, sowie 1:1 Begleitungen und Perspektivenwechsel sehr geholfen, um zu erkennen, woher die Wut kam und dass ich meine Bedürfnisse jahrelang mit Füssen getreten habe. Zudem wurde mir mit dem Wandel klar, dass ich unbewusst eine traditionelle Mutterrolle übernommen und gelebt habe, die mich auf grossen Schrecken frustriert und überfordert hat, weil ich dachte, ich müsse neben Job und Haushalt alles alleine schaffen. Ich blendete jegliche Unterstützung aus. 

Die Wechseljahre kann man sich vorstellen wie das Ventil eines Dampfkochtopfes. Alles was ein Leben lang keinen Platz fand, drückt dampfend heiss gegen den Deckel. Unterdrückte Emotionen und  Bedürfnisse oder nicht gelebte Werte und Träume. Ein Leben lang verschieben wir Dinge auf später. Mit Emotionen haben viele nie gelernt umzugehen. Trauer darf nur im Stillen stattfinden. Und Träume sind etwas für Faule und Künstler. 

Mit dem Wandel wird uns bewusst:

Das Leben ist endlich.

Und mit dem Bewusstsein für die Endlichkeit, klopfen nicht nur vernachlässigte Bedürfnisse, sondern auch nicht verwirklichte Träume an.

Ich bin da, wenn Dich die Wut immer wieder herausfordert und wenn Du selber nicht weiterkommst. Lies dazu gerne auch meinen Beitrag {7 Wege, um die Wut in den Wechseljahren zu wandeln.}

Und in meinem Vortrag über die Wechseljahre, erzähle ich Dir, was der Wandel sonst noch mit sich bringt.

Herzlich Paula

NATUR- und MUTMACH COACH
für Frauen im Wandel

Wut Wechseljahre, Wutausbruch Wechseljahre, Erschöpfung Wechseljahre, Müdigkeit Wechseljahre.



1/15/2026 No Liebe Worte
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Herzlich Willkommen in meinem Waendepunkt Blog. Ich bin Natur- und Mutmachcoach für Frauen in den Wechseljahren und ich schreibe hier über Frauenthemen, Lebenskrisen, mentale und körperliche Gesundheit, Lebensübergänge und allerlei rund um die Natur.. 
Viel Freude beim Mitlesen. 
Herzlich Paula

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